Ausstellungseröffnung "Migration in der Wuppertaler Nordstadt"

Donnerstag, 18:30 Uhr
Hayat, Schreinerstrasse 26
Wuppertal-Elberfeld (Ölberg)
Di-So ab 18 Uhr, Montags geschlossen!
Knapp die Hälfte der Bewohner in der Wuppertaler Nordstadt haben einen Migrationshintergrund. In dem Projekt, das vom Verein zur Erforschung der sozialen Bewegungen in Wuppertal e.V. in Auftrag gegeben und von der ARGE Wuppertal gefördert wurde, erzählen MigrantInnen ihre ganz eigene Geschichte und schildern ihre Beziehung zur Nordstadt.
Entstanden ist eine Arbeit, die - in Zeiten der Debatte um Integration - Einblick in das Leben von Menschen mit ausländischer Herkunft gibt, die in dem Elberfelder Viertel ein zu Hause gefunden haben und sich hier alles Andere als fremd fühlen.
Migration - kein Neues Phänomen
Die Ersten Wanderungen des Menschen werden wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Folge vor 100.000 Jahren vermutet. Menschen, die südlich der Sahara lebten, wanderten demzufolge an den Küsten des afrikanischen Kontinents nach Südasien und Australien. Genetische Analysen und Werkzeugfunde an südasiatischen Küstenstreifen belegen diese Wanderungen.
Heute sind Wanderungen von Menschen vielleicht nicht mehr so mühsam wie einst, aber die sozialen und emotionalen Konsequenzen und Folgen sind wohl dieselben geblieben.

Migration wird aus verschiedenen Gründen unternommen. Mal ist es die Suche nach einer angemessen bezahlten Arbeit oder mal die Suche nach einem Ort für ein sicheres Leben, fern von den Kriegschauplätzen des Herkunftslandes.
Von aktueller Bedeutung für die deutsche Geschichte ist die Migration von mehreren Millionen Menschen aus den unterschiedlichsten Staaten in die BRD, die Mitte der 50er Jahre beginnt. Die geringe Zahl an Arbeitskräften und die angeschlagene deutsche Wirtschaft, infolge des 2. Weltkriegs, zwingen die damalige deutsche Regierung Arbeitskräfte unter anderem aus Italien, Spanien, Nordafrika und der Türkei anzuwerben.
Vor diesem Hntergrund wurde das Projekt Migration in der Nordstadt verwirklicht, welches ihren Fokus zunächst auf die verschiedenen Migrationsformen sowie historischen Ereignisse bezüglich der Migration in der BRD richtet. Im weiteren Verlauf stellen Menschen mit einer Migrationsbiographie ihren jeweiligen Lebensweg vor, der sie in die Wuppertaler Nordstadt führt. Eine Vielzahl von Zeitungsartikeln beginnend in den 50er Jahren bis in die 90er Jahre dokumentieren die wirtschaftliche Situation der Bergischen Metropole und die Zuwanderung von Menschen verschiedenster Herkunft nach Wuppertal.
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